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Folge 2/6: Manuell Fotografieren // ISO und Licht

Was bedeutet der ISO-Wert an deiner Kamera? Wo und warum muss ich ihn einstellen und was hat der ISO-Wert mit Licht zu tun? Und was bedeutet Bildrauschen genau?

Manuell fotografieren lernen

Wenn Du Wikipedia fragst, was Fotografieren bedeutet, dann bekommst du dieses Ergebnis: Fotografie oder Photographie (aus altgriechisch φς phōs, im Genitiv φωτός photós ‚Licht‘ und γράφειν graphein ‚schreiben‘, ‚malen‘, ‚zeichnen‘, also „zeichnen mit Licht“) bezeichnet. (*Quelle Wikipedia)

Fotografieren bedeutet „zeichnen mit Licht“, infolgedessen musst du dich vor jedem Foto fragen:

Wieviel Licht ist in meiner Umgebung, aus welcher Richtung kommt das Licht? Kommt es von der Seite, von hinten oder wird der gesamte Raum von allen Seiten erleuchtet. Wie verändert sich mein Licht, wenn ich mich drehe, einen Schritt nach Links oder nach rechts mache? Wann, um wieviel Uhr Fotografiere ich. Die Mittagssonne liefert sehr hartes Licht, morgens und Abends ist das Tageslicht wesentlich sanfter.

Wie wäre es mit einem kleinen Spickzettel zum Ausdrucken? ISO, Blende und Zeit als Download findest du hier.

Licht macht einen großen Teil eines guten Fotos aus. Gerade zu Anfang wird es dir bestimmt leichter fallen, in Räumen zu Fotografieren, die schön hell sind. Ich liebe es z.B. auch sehr Fotos draußen bei Tageslicht im Schatten zu machen. Probier es aus, taste dich heran und trau dich.

Im Grunde geht es bei der manuellen Fotografie (also im M-Modus) immer nur darum ein Bild richtig zu belichten. Also wieviel Licht kommt in meine Kamera? Dafür gibt es 3 Parameter an deiner Kamera die du einstellen kannst:

1.) ISO

2.) Blende

3.) Zeit

Die erste Frage die ich mir immer stelle ist, wieviel Licht habe ich um mich herum? Draußen bei Sonnenlicht habe ich extrem viel Licht, wenn ein Gewitter aufzieht und der Himmel dunkel wird, ist es schon weniger Licht das vorhanden ist, in Räumen mit einem Fenster ist es zwar auch hell, aber z.B. dunkler als draußen und im Keller ist es hingegen richtig dunkel.

Je weniger Licht vorhanden ist, umso höher muss der ISO-Wert eingestellt werden.

Was ist ein niedriger und was ist ein hoher ISO-Wert? Damit du einfach ein Gefühl dafür bekommst hier mal ein Beispiel:

Ein niedriger ISO-Wert ist z.B. ISO 100, ein hoher dagegen ISO 3200

ISO 100 stelle ich z.B. draußen bei Sonnenlicht ein, ISO 400, wenn ich drinnen nah an einem Fenster fotografiere und ISO 800, wenn es drinnen wenig Licht gibt. Je nach Kamera sind Werte zwischen ISO 100 und 51200 (z.B. bei einer Sony Alpha 9 Kamera)

Je höher du den ISO Wert einstellst (also je größer die Zahl) umso mehr Licht bekommst du in deine Kamera, also in dein Foto.

Einstellen des ISO-Wertes an deiner Kamera – wie und wo?

Deine Kamera steht im manuellen Modus (M). Du erinnerst dich an das Auswahlrad, hier bitte auf M stellen. Je nach Kamerahersteller findest du den Iso-Wert an einer anderen Stelle. Ich fotografiere mit einer Sony Systemkamera und kann dir zeigen, wo es bei mir geht. Wenn du den Knopf oder den Punkt im Menü nicht gleich findest, schau in deinem Handbuch nach oder klick dich einmal durchs Menü.

Hast du den Knopf gefunden, kannst du nun anfangen manuell den ISO Wert einzustellen. Kleiner Tipp, ich starte immer mit ISO 100 und taste mich dann langsam je nach Lichtsituation heran.

Kamera richtig einstellen Iso

Klingt so als ob du einfach einstellen kannst was du brauchst und dein Foto wird brilliant?

Nein, ganz so ist es leider nicht, denn ein hoher ISO Wert hat zur Folge, dass dein Bild anfangen kann zu rauschen. Es kann also grobkörnig und Pixelig aussehen. Dein Ziel sollte also immer sein, ausreichend Tageslicht zu finden, damit du den ISO-Wert möglichst gering einstellen kannst.

Hund bei Tageslicht fotografiert

Beispiel: Mein Hund Kelly wurde direkt am Fenster mit viel Tageslicht fotografiert. 35 mm, ISO 100, f / 1,4, 1/250 sek.

Merke:

Ein hoher ISO-Wert führt zum Verlust der Bildqualität (Grobkörnigkeit, Bildrauschen).

Probier es aus:

1.) Kamera in Modus M stellen

2.) ISO Wert auf 100 einstellen. Teste Tageslicht, draußen in der Natur und als Vergleich stelle den ISO Wert 800 in einem Raum mit weniger Licht ein.

Im ersten Teil dieser Blogserie hast du gelernt, warum du im Manuellen Modus fotografieren musst, um endlich Fotos wie vom Profi zu bekommen. Im nächsten Teil geht es um die Blende und wie du mit Hilfe der Blendenöffnung einen herrlich verschwommenen Hintergrund hin bekommst. Blende einfach erklärt für noch schönere Social Media, Lifestyle und Branding Fotos. 

Kamera manuell einstellen

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Nora Lange

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